Sonntag, 13. April 2014

Neues Sommertop - zufällig "geboren"

Verschiedenen Zufällen oder besser Umständen, verdanke ich die Idee zu meinem neuen Sommertop.
1. Zufall, verbunden mit einem großen Danke:
   Barbara hatte mir für meine  Rosina KAL Bemühungen, diese beiden Stränge Seda Corriente geschenkt.
Nun muss ich zugeben, dass  ich mir dieses 100% Seiden Garn selbst sicher nicht geleistet hätte. 
Zum einen ist es auf Holländisch gesagt, echt "kostbaar".
  Ein Wort, das in Holland sowohl  wertvoll  als auch teuer zum Ausdruck bringt. 
Zum anderen habe ich noch nie ein Bändchengarn verstrickt

 und die Farbe Lila ist hier im Elfenbeinturm, den ich mehr in Altrosa -Rosenholz schätze, sehr vordergründig, echt Violett.
Liebe Grüße zu Tina in Berlin .....
2. Zufall :
Es sind "nur" zwei Stränge, ja das klingt schrecklich undankbar, aber gerade dieser Umstand brachte mich auf die Idee, einen ärmellosen Rosina Top zu stricken, für lange Arme hätte das Garn nicht gereicht und beim Anprobieren der Passe sieht die Rosina ja immer so aus ...
Bis auf das Bündchen.....
Hier kommen weitere Zufälle ins Spiel, Chrissi und Gwen, zwei Strick -Bloggerinnen, die ich sehr wegen ihrer ehrlichen und offenen Meinung, aber vor allem wegen ihrer tollen Denk- und Verbesserungsanstöße schätze, fanden die 2li M im Halsbündchen und die 2li M entlang der Ärmel, nicht ganz so passend.
Liebe Grüße nochmals nach Berlin, wo es sich hoffentlich noch nicht "ausrosinat" hat.
Außerdem bekam ich einige Anfragen, wie man den Halsausschnitt weiter stricken könne.
Aus all  diesen Zufällen heraus, entstand ein Halsbund, mit dem halben Chart A0 als Anfang.
Ganz zufällig kann die mittlere liM vorn und hinten - nach dem Bund - re gestrickt werden und es entsteht kein Löchlein vor Beginn der Passe, auch ein Denkanstoß der Rosina Strickerinnen.
Neben den Ärmeln nun nur noch eine liM, was mir persönlich nicht unbedingt besser gefällt, jedoch bei diesem, recht dicken Garn (LL360m) genau richtig scheint.
Gerade die Dicke des Garns, erlaubt weniger Charts für Passe und Ärmel, jeweils nur 4 und warum das Top eigentlich eine Ode an meine Faulheit ist, verrate ich euch beim nächsten Mal, denn es wartet nur auf Bilder, leider knipsen die sich nicht zufällig.

Samstag, 12. April 2014

Rosina Reise Teil 3- Die Bordüre

Nach den seitlichen Zunahmen, die leider eine recht langweilige Reiselandschaft darstellen, stricken wir nun die Bordüre.
Das Lacemuster ist eine Aufeinanderfolge der bekannten Passencharts.
Bitte beachten, dass es in Runde 25 eine Maschenzunahme  gibt, dort werden 2 Umschläge ohne Abnahmen gestrickt, wodurch sich der Mustersatz um 2M erhöht.
Etwas schwieriger ist vielleicht das Stricken der rechts links Bordüre als Abschluss.
 Der mit einem roten Sternchen gekennzeichnete Umschlag wird doppelt abgestrickt.
Folgt eine re M auf diesen Umschlag, stricken wir ihn rechts -links, folgt eine linke Masche, wird er links rechts gestrickt.
So entsteht ein rechts verschränkt- linkes Maschenbild.
kann ein PDF heruntergeladen werden, welches einen extra Ausschnitts- Chart enthält, der die Maschenzunahme noch  besser verdeutlicht.Auf dass die Bordüre klappt und schön "rüscht".

Sonntag, 6. April 2014

Rosina Pulli wie er wächst oder vorher nachher

Da es bei den Funnie Knitters so zügig voran geht und die Einschätzung, ob das Ganze nun passt oder nicht, bei Seide immer etwas schwierig ist, hier ein paar Bilder von meinem Rosina Pulli in Gr. S2.
Als er ungebadet vor mir lag, dachte ich der pass nicht mal meiner Schneiderpuppe und er zwickte unter dem Arm.
Bitte seht euch gut die Länge an, ich habe nur 200 g Seda Grande verstrickt.
 
Hier der selbe Pulli nur gebadet, nun stimmt die Länge und er passt perfekt, ohne zu zwicken.
Da Passe von Pulli und Tunika die gleichen sind, kann ich nur betonen, wer mit der Seda Grande strickt, sollte mit einer Mehrweite von 6-8 cm rechnen und in der Länge kommen 10 cm dazu.
Auf dem unteren Bild ist auch gut zu sehen, dass sich das Löchlein  unter dem Halsbund geschlossen hat.
Tragebilder folgen, er ist ja gerade mal trocken hinter den Ohren.

Donnerstag, 3. April 2014

Teil 2 Teilung Ärmel und Body

Ja, die Rosinas wachsen und gedeihen, in einer ungekannten Farbenpracht und auch in verschiedenen Garnen zeigt sich das Muster von seiner besten Seite.
So langsam haben sich alle an die Besonderheiten der Seda gewöhnt, sie bleibt eine Diva, die erobert werden will, aber dankt es mit einem herrlichen Tragegefühl.
Nun aber zur nächsten Etappe:
Nach dem Beenden der Passe werden die Ärmel abgeteilt, indem wir sie auf Hilfsnadeln legen, ich benutze dafür immer Rundstricknadeln in der gleichen Nadelstärke, auch Strickseile mit Schraubenden sind ideal, Hauptsache, die M werden still gelegt, denn wir stricken nur den Body, bestehend aus VT und RT.
In einer Einteilungsrunde 
 werden, je nach Gr., 7M bzw. 17M zwischen dem VT und RT neu aufgenommen, indem wir sie mit dem "ankommenden" Faden  neu auf schlingen.
Diese Maschenzunahme gibt Tragekomfort unter dem Arm und bildet gleichzeitig die extra Maschenzahl für mehr Armweite, da diese Maschen später wieder für den Ärmel aufgenommen und als ein oder zwei Charts "eigefügt" werden.
Die Maschen werden einfach auf geschlungen, dazwischen werden die seitlichen MM gesetzt.
Um auf eine MZ teilbar durch 10 zu kommen, ist der Maschenanschlag unter dem Arm ungerade, da die Ärmel je 63 oder 73 M haben.
Danach werden ein paar cm glatt rechts gestrickt, wer mag, kann nun zur Kontrolle den Body auf eine  lange Nadel legen und das Teil mal anprobieren, aber bitte auch für die Ärmel Hilfsnadeln benutzen, die lang genug sind.
Dann erfolgen die seitlichen Zunahmen, hier liegt eine M3 ungespannt vor euch.
Die Tunika ist nicht zu weit entworfen, da die untere Borte am Ende nochmals weiter wird und somit  so manche Problemzone (soweit Frau sie hat), "kaschiert".
Wer genügend Garn hat, kann mit den seitlichen Zunahmen nach belieben variieren.
Hauptsache die MZ ist vor der Bordüre teilbar durch 10 , damit am Ende der Bordürenchart passt.
Bitte immer bedenken, dass die Tunika nach dem Baden um fast 10 cm wächst und auch um fast 6 cm weiter wird.
Die Borte selbst misst ungespannt 9cm , gespannt dann 12cm, als kleine Richtlinie für all jene, die gerne mehr Länge stricken.
 
Die selbe Tunika M3 nun auf der Puppe, glatt und viel länger.
Noch eine Korrektur für die Gr:S3, für diese Gr. wird von 236M auf 280 M zugenommen in insgesamt 11Zunahmerunden, jede 7. Runde also 44M seitlich zunehmen.
Am Ende dieses Eintrags ein großes Danke an alle Strickerinnen, für das Mitdenken und Fotografieren und eure Nachsicht in Bezug auf die kleinen Macken.
Schöner kann man ein Strickgefühl wohl beinah nicht in Worte und Bilder fassen, als Traudi das im Drosselgarten getan hat, mit ihrer Erlaubnis hier ein Bild ihrer Rosina in einem herrlichen Blütenton.
Traudi, erinnerst du dich noch, unser erster gemeinsamer Sommertop und was machen wir nun, stricken immer noch durch dick und dünn .....

Dienstag, 1. April 2014

5. Tag Ein paar Worte zur Passe

So langsam wachsen die Rosinas  und Rosinchen, wie sie bei den Funnies schon genannt werden.
Die erste Spannung ist auch bei mir gewichen und ich genieße im Moment all die verschiedenen Farben und Strickmomente dieses KALs ganz bewusst.
Aber nun zu ein paar technischen Aspekten.
Für die Passe wird, anders als beim normalen RVO, in jeder Runde zugenommen, darum entsteht ein sehr breites gleichschenkliges Dreieck, mit leicht gebogenen Linien.
Der normale RVO (rote Linien), unterscheidet sich nicht in seiner Länge seiner Schrägung, denn wir kommen auf die gleichen MZ, jedoch sind die Schenkel des Dreiecks steiler und damit der Abstand B bei der Rosina kürzer als A vom normalenRVO.
Dies beeinflusst den Sitz insofern, dass die Passe etwas weiter erscheint, und der RVO vom Gefühl her kürzer. 
Darum eignet sich Seide für diesen Entwurf so gut, denn sie passt sich noch mehr, als Wolle es sowieso schon tut, ihrer Trägerin bis zu einem gewissen Grad an.
Dann noch die Sache mit dem Löchlein unter dem Halsbund, welches aus der verschränkt heraus gestrickten M entsteht.
Ich habe selbst verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, aber dieses kleine Kreuzchen, genau dort, wo sich die Schlüsselbeine Treffen, erwies sich als beste Lösung.
Da sich der Raglan letztendlich mehr in die Breite streckt, fällt das kleine Loch kaum noch auf und ich habe es als Teil des Entwurfs akzeptiert, weil durch diese eine M die rechts verschränkten Maschen aus dem Halsbund in das Lacemuster "hinein fließen", was mir wiederum wichtig war.
Weil ich doch dabei bin, Skizzen zu machen, hier noch einmal die Richtung der M1L und M1R, immer zur Mitte hin.
Falls jemand das genau umgekehrt gestrickt hat, auch nicht schlimm, der Unterschied ist nicht gravierend.
Falls vor dem Teilen in Ärmel und Body 4 M zu viel auf der Nadel sind,
wird in der letzten Runde der Passe NICHT mehr zugenommen.
Dann stimmt die MZ wieder mit den Angaben.
Hier Frühling pur, den wir in vollen Zügen genießen. 

Sonntag, 30. März 2014

3.Tag Rosina Reise oder wie mein Vater oft sagte:

 "Dumm kann man sein, nur zu helfen muss man sich wissen."

Da ich beim Seda Grande Update nichts ergattern konnte und eigentlich einen ganz hellen Pulli brauche, habe ich kurzerhand zwei Garne miteinander gemixt. 
Das Crystal Garn von der Woll Lust ( 70% Merino Extrafine, 20% Seide, 10% Kaschmir) in der Farbe Silber, die aber eigentlich zart lila ist, mit einem Strang Zitron Filisilk Naturweiß.
Leider kann ich das hauchdünne Crystal Garn nicht mehr im Woll -Lust Shop finden. 
Dieses Garnmix ergibt eigentlich fast einen Pseudofärbeeffekt und ich denke, die Lauflänge der Wolle liegt nun rund der 525 Meter und auch hier stimmt die Maschenprobe annähernd mit der Anleitung. 
Zur Anleitung noch eine kleine Korrektur, den aufmerksamen Funnie Knitterinnen ist aufgefallen, dass nach dem halben Chart AO nicht 13, sondern 15 Maschen zwischen den MM sind.
Dies gilt für die Größen S2, S3, M1, L1, XL2, XXL.
Bitte für diese Größen beachten, dass in der letzten Runde der Passe, vor dem Teilen von Ärmel und Body - NICHT mehr für den Raglan zugenommen wird.
Dann müsste die MZ wieder stimmen. 
Dann hier mal etwas Strick- und Rosina- Ablenkung. Es ist endlich Frühling und wie in jedem Jahr erfreut uns meine Helleborus Sammlung, die in Form von Stecklingen mit uns nach Frankreich emigriert ist.
Nicht nur den Umzug, sondern auch den Wechsel auf völlig anderen Boden haben alle Pflanzen gut überstanden.
Also wieder ein Beweis, wie anpassungsfähig Mensch und Natur sind, wie stark und flexibel wir auf Veränderungen reagieren.
Vielleicht tun uns darum ab und zu Veränderungen so gut???

 
 Unverändert treu blüht jedoch unser alter Birnbaum und unverändert schnell wachsen die Hecken an der Westseite unseres Gartens ....
Also schwinge ich heute nicht die Stricknadeln, sondern die .......

Samstag, 29. März 2014

Rosina 2.Tag und kleine Korrektur

Kleine Korrektur zur Einteilung des Passencharts für alle Gr. 
In der 2. Einteilungsrunde wird die Rd.1 vom Chart A0 oder Chart A gestrickt.
Zur Projektseite auf Ravelry geht es 
Und ich stricke an meine Lavandula-Rosina weiter.
Mehr dazu morgen .... mit Frühlingsimpressionen.

Freitag, 28. März 2014

Rosina Reisebeginn 1. Station Die Passe

Es sind die kleinen Schritte, mit denen man eine große Reise tut. FS
Wir beginnen unsere Strickreise mit der Passe.
Sie bestimmt den Sitz und die Weite der Tunika und wird in einem speziellen RVO gestrickt.
Im Gegensatz zum gewöhnlichen RVO, nehmen wir, abhängig von der Größe, jede Runde zu.
Aber zuerst stricken wir  das Halsbündchen, an diesen 12 Runden "hängt " unser gesamtes Strickstück und es ist so eingeteilt, dass das Lacemuster der Ärmel einen fließenden Übergang bekommt.
Bitte beachten, wenn zur Runde geschlossen wird, sollte dies mit einer LINKEN Masche erfolgen.
Dann erst den MM setzen, danach folgt wieder eine linke Masche.
Damit werden die vordere und hintere Mitte  durch
2 linke, nebeneinander stehende Maschen gebildet, mit dazwischen dem Maschenmarkierer(MM).
Zugenommen wird bei den ersten Chartwiederholungen in jeder Runde, danach, je nach Größe, eventuell auch  jede 2. Runde.
Diese erste Etappe fragt etwas Fingerspitzengefühl, bei dünnem Garn und kurzer Nadel, aber schnell erfolgt das Stricken entspannter, ab Runde 9 kann auf eine Rundstricknadel 60 cm gewechselt werden.
Wenn beim normalen RVO - Ärmel sowie Vorder-Rückenteil (VT-RT), in einem bestimmten Verhältnis "wachsen", bleibt bei der Tunika, die Maschenzahl(MZ) der Ärmel immer gleich (Bild unten) und wird nur für das VT und RT zugenommen.
Die Passe beginnt für manche Größen mit einem ganzen Chart, für andere mit einem halben Chart.
Die Maschen-Zunahme erfolgt mittels Links und Rechts gerichteter Zunahmen, entlang der linken M des Raglans.
Bei diesen M1L und M1R wird eine M so aus dem Querfaden heraus gestrickt, dass sie nach links oder rechts zeigt.
Wenn ihr das Strickzeug in der Hand habt, weisen die Maschenglieder immer zur Mitte hin.
Fotobeschreibung findet ihr
HIER
Diese Zunahme lässt den Raglan bogenförmig verlaufen.
Entlang der Raglanschrägung bilden sich beim Stricken kleine Fältchen, sie glätten sich nach dem Baden und beim Tragen.
Hier dieselbe Tunika faltenlos
Der Passenchart strickt sich relativ leicht und ist recht einprägsam, im Chart sind nur die ungeraden Runden Rd. angegeben, in den geraden Runden werden alle M gestrickt, wie sie erscheinen, Umschläge rechts.
Die jeweiligen Chartwiederholungen sind den Tabellen und weiteren Ausführungen in der Anleitung  zu entnehmen.
Es ist für diejenigen unter euch, die gerne mitrechnen, ein schöner Zufall, dass pro Chart, 28 M also gleich 10cm laut MP zugenommen werden, nur in der ersten Chartwiederholung weicht dies um eine M ab, die findet man in den Maschenzahlen, der jeweiligen Tabelle zurück.
Bitte wundert euch nicht, dass euer Strickstück am Anfang etwas schrumpelig aussieht, die Seide reckt und streckt sich letztendlich um fast 10 cm und entfaltet erst nach ihrem Wellness Bad, ihre wahre Schönheit.
Noch ein Wort zur Garnwahl, jedes Garn ist natürlich geeignet, das der LL und MP des Originalgarns entspricht.
In der Anleitung wurde vor allem von der Länge her die Eigenschaften der Seide berücksichtigt, dies kann persönlich angepasst werden.
Noch ein Wort zur Anleitung:
Die Anleitung ist so geschrieben, dass sie dem Strickfluss folgt, bitte wählt eure Größe sorgfältig und markiert euch die jeweiligen Charts und ihre Zunahmen.
Im Anhang findet ihr eine Chartsammlng, dort ist ein großer Passenchart aufgenommen, der auf die persönlichen Angaben zurechtgeschnitten werden kann.
Die Kästchen daneben, können zum Abhaken von Runden/Wiederholungen benutzt werden.
Noch eine große Bitte an euch, falls ihr Fragen habt, dann stellt sie hier im Kommentar oder noch besser, in der Funnie Knitter Gruppe.
Dort sind die Wege kürzer und es stehen immer ” Strickerfahrene” mit helfenden Nadeln bereit.
Ich gehe nicht davon aus, dass meine Anleitung fehler- und makellos ist. Bitte teilt mir eure Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen mit.
Denn am Ende unserer Reise soll eine Anleitung stehen, welche auch zukünftige Reisen in Richtung Rosina Tunika noch reibungsloser verlaufen lässt.
Das Tunika Muster wird im Zuge des Rosina KALs momentan überarbeitet und steht ab Mai als freier Download zur Verfügung.
Allen Strickerinnen, die bis dahin die erste Anleitungsversion stricken wollen, empfehle ich, eine Größe kleiner als angegeben zu stricken.
Viel Spaß beim Entdecken und einen stressfreien Reisebeginn wünscht euch Anett